88nur immer ein Staat errichtet ist, da ist eineReligion vonnöthen. Das Gesetz wachet überdie öffentlichen, und die Religion über dieheimlichen Laster.“Es ist keinem Zweifel mehr unterworfen,und die traurige Erfahrung hat es bestätti-get, daß diejenige, welche das Band derReligion, welches die Staaten umschlingtund aufrecht hält, auflößen wollen, sich indem nämlichen Zeitpunkte für Feinde desVaterlandes erklären. — Die Verſammlungder französischen Klerisey im Jahre 1765.sagt demnach in ihren Abhandlungen sehr ge-messen und richtig das folgende: „Es istein so wunderbares Band von der VorsichtGottes vestgesetzt worden, daß die Glückselig-keit des Staates nothwendiger Weise vonder Haltung göttlicher Gebote abhängt. DerGeist der Unterwerfung und des Gehorsams,welcher Kinder Gottes macht, bildet auchtreue Unterthanen; und eben die Freyheit zudenken, welche die gottloßesten Lehrgebäudeaufrichtet, erschüttert die Grundveste desThrones und der Macht.“Plato erkannte in den unbeleuchtenZeiten des Heidenthums schon diese Wahr-hei=
Druckschrift
2 (1804) Widerlegung des von dem Professor Joseph Schram ohnlängst herausgegebenen Buches
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten