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4,2,b (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
1067
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Rheinthal.

Usti?

baß der Prädieant zu Bernaug auf der Kanzel erklärt habe, er wolle deu wahren alten christlichen Glau-be» predigen nach dem Text der hl, Schrift und feine Zuhörer haben den alten Glauben, Da er, derLaudvogt, auch Kundschaften, aber nicht rechtsgültige, über seine Untersuchung auflegt, so wird er beauf-tragt, die Sache ordentlich zu untersuchen, Absch, 103, t, Z2'1, Landammann Meggeli wird beauf-lagt, mit dem Landvogt zu untersuchen, ob der von der Kirche zu Thal abgeschlossene Verkauf einesTütchens für diese Kirche vorthcilhaft sei oder nicht, und darüber auf nächsten Tag zu berichten, Absch,^t., p. 123. (1561), Amman» Schorns legt einen Brief vor, den der Laudvogt au Ammann Die-lich An der Halden geschrieben, in Betreff eines Ehehandels, deu das Ehegcricht zu Constanz dem ka-tbvlhchcu Glauben zuwider entschieden und wobei das Ehorgericht über die katholischen Orte gescholtenbat. Der Laudvogt wird beauftragt, beim Pfarrer von Thal, der dabei gewesen, sich über den Sachverhalt6a erkundigen. Absch, 140. o, 12<» Die Anzeige des Landvogts von dieser Ehescheidung wird inben Abschied genommen, Absch. 141, t 127 (1566), Der alt-Laudvogt, Niklauö Jttcn von Zug,^richtet, daß einige von Altstätten einen eigenen Glauben, nach seiner Ansicht deuSchwenkfeldischen",angenommen und daß er einen gewissen Hans Schöncnbühler, der sieb auch dazu bekenne, eingezogenand auf das Versprechen hin, entweder zur Messe oder zu den Prädieanten gehen zu wollen, freigelassenbabe, daß er denselben aber, nachdem er wieder einige einfältige Leute verführt, vor das Landgericht ge-eilt und gemäß Urlheil durch den Nachrichter mit Ruthen habe ausstreichen lassen und dann aus demRheinthal verwiesen habe; von einem andern, der ebenfalls von dieser Lehre nicht abstehen wolle, habel Üch 2t)(1 Gnlden Bürgschaft geben lassen; es sei nun dringend nöthig, das Umsichgreifen dieser SeeleA verhindernDer Bericht wird in deu Abschied genommen; dem Landvogt wird aufgetragen, mit Bei-^sse geschikter Priester und Prediger das Wesen dieser Secte genau zu ermitteln und das Resultat an3 >irjch mitzutheilcn, Absch, 268. le. 128. Der Antrag Zürichs, man möchte die Prediger wegen ihresvichtfertigeu ärgerlichen Lebens der Synode zur Bestrafung überweisen und ebenso auch einige Meßprie-^lr wegen ihrer unpriesterlichen Aufführung bestrafen, wird all instruonlluin genommen. Absch, 268, llll,(1572), Es werden Kundschaften über die Lästerungen des alt-Landvogts Ulrich Bleuwler vonZürich undcr katholischen Glauben verlesen und jedem Boten abschriftlich in den Abschied gegeben,^bsch, 4Z4 13i> Die Klage gegen alt-Laudvogt Bleuwler solt auf nächster Tagsazung vorgebrachtwerden, Absch, 405, 0. 131. (1578), Vor den Gesandten der VIU Orte eröffnen Hans Watcr, alt-^hitalmeister, und Stadtschreiber Hans Weideuhuber zu St, Gallen, im Namen der Stadt St, Gallenihres Spitals einerseits, ferner Georg Blum und Moriz Schachter im Namen der Höfe und Ge-binden im Rheinthal, Altstätten, Balgach, Bernang, Marbgch und St, Margarethen anderseits einenstreit in Betreff der von Ulrich Leider gekauften Herrenpfrüude im Spital und bitten um einen Ent-b^id. Die Anwälte der Höfe und Gemeinden bitten um Schuz bei ihren Briefen und Freiheiten,bch Einsicht der von beiden Parteien eingelangten Briefe wird gesprochen: Man lasse es bei den Brie-ganzlich bleiben und nehme ihren Handel in den Abschied, um durch die Obern entscheiden zu lasten,^ sie durch Unparteiische einen gütlichen Vergleich versuchen wollen, Absch, 539, A- 132, (1581).Landvogt wird befohlen, den Dominik Schädler zu Altstätten und den Prediger daselbst wegen ih-Lästerungen gegen den katholischen Glauben sogleich zu verhaften und sich in Baden Bescheid zu^lcu, was er weiter zu thun habe, Absch, 610, 0. 133, (1582), Zug soll an deu Laudvogt die Wei-erlassen, daß er die Anstellung eines zwinglischcn Predigers zu Widnau zu verhindern suche.