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Gemählde der Kindheit und des häuslichen Glücks
Entstehung
Seite
168
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163Wer giebt uns Brodt, wenn alles sich zuletztIn Gold verwandelt, was die Hand berührt?Der Platz, der einem einz'gen Reichen fröhnt,Ernährte Hunderte bei RedlichkeitUnd Fleiß. Er braucht zu seinen Teichen Platz,Platz zu dem Park, zu seinen Wagen Platz,Und Platz für Hunde, Pferd' und DutzendeVon Müssiggängern. Eine MittagstafelVerschlingt die halbe Erndte jenes Lands.Sein Haus, von Pracht und langer Weile voll,Verdrängt des Landmanns Hütten mit denFreudenDer freien Unschuld und Genügsamkeit.Was uns die Erde zollt, das senden wirZum Tausch für fremde Ueppigkeiten aus.Und so, zur Wohllust künstlich ausgeputzt,Entnervt in unfruchtbarem Glanze liegtDas Land am Rande ſeines tiefen Falls.Das Mädchen in der friſchen JugendblüteVerachtet den erborgten falschen Reitz,Und freuet sich zu siegen durch sich selbst.