153Wie lieblich war's, wenn auf den Hügel dortDer Lärm des Dorfes in der Dämm'rung stieg!Wenn ich da ſorglos langſam wandelte,Drang das Gemiſch der Töne an mein Ohr:Des Hirten Stimme zu der Milchmagd Lied,Der Heerde Brüllen, die gesättigt nunZum Stalle von der fetten Weide kam;Der Gänse Schnattern in dem grünen Teich,Des Hofhunds Bellen, wenn der Mond itztschnellHervor aus ſeinem Wolkenſchleier ſah;Das Lachen, einer freien Seele Ton.Dazwischen sang die Nachtigall ihr Lied,Das Einsamkeit und Liebe sie gelehrt.Nun hör' ich nicht mehr das Geräusch derMenge;Kein froh Gemurmel wispert durch die Luft,Und der geschäft'ge Schritt des DorfbewohnersSilt über den zerstörten Pfad nicht mehr,Und nirgends reget sich ein Lebenslaut.Nur eines Lebens Schatten irrt noch dort,Ein einsames, verlassenes Geschöpf,
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