15•Ihn drohend schreckte, so auch sehnt' ich mich,Von Muͤh' und Noth gejagt, hierher zurückUm doch zu sterben in der Heimath Schoos.Beglückte Stille, holde PflegerinDes Lebens, wenn es dem Erlöschen naht!O seelig, wer in seiner Väter HausNach einer trüben Jugend altern darf!Wer aus dem Weltgewühl sich rettet, woSo viele Schlingen unſrer Freiheit drohn,Und fliehen lernt bei der Gefahr des Kampfs!Ihn klagen nicht des Elends Thränen an,Es fordert die verführte Unschuld nichtVon ihm den Himmel, den er ihr geraubt.Kein Knecht im Prunk des stolzen Lasters stößtDen Hungrigen von seiner Thüre weg;Sein letzter Tag iſt ihm ein UntergangDer Sonne, die am Morgen wiederkehrtUmschwebt von Engeln sinket er zum Grab,Wohin Verleugnung ſanft die Wege bahnt;Und eh die Erde seinem dunkeln BlickVergeht, gehört er schon dem Himmel an.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten