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bey den Erbkäuffen / welche über Häuser / Land / Benden / Busch / und andere Erb-güter zwischen Unseren Underthanen vollzogen werden / sondern auch bey dem Vazig / Erb= und Enterbungen / wie imgleichen auch bey den Pfandschafften und anderedergleichen Contracten / grosse verschläg und confusiones mit underlauffen / in deme dieselbe zu nachtheil der nechster Verwandten und der Armen / unserer PoliceyOrdnung zu wider / bißweilen heimlich vorgenommen und zu werck gerichtet werdenund dan Uns als dem LandFürsten tragenden hohen Land Fürstlichen Ambts halberauffligt / auffsicht zu haben / daß alle mißbrauch und simulirte Contracten / so viemöglich / verhütet werden. Daß Wir derwegen gnädigst statuirt und verordnetben / statuiren und verordnen auch hiemit und krafft dieses / daß über die jenige Erbkäuff und Pfandschafften / welche wie obgedacht / über Häuser / Ecker und dergleichen Erbschafften in Unseren Fürstenthumben und Landen getroffen und auffgerichtewerden / damit weder die nechste Anverwandten der Verkäuffer ihres juris retractusnoch die Armen ihres interesse frustrirt und beraubt / noch auch sonsten in einen odeanderem dabey wider Unsere Policey Ordnung nichts vorgenommen werden /auch schon dergleichen Contracten cum pacto de retrovendendo, oder underderen conditionen auffgerichtet / dannoch die Erb= und Enterbungen hinführomög Unser Gülich und Bergischer Ordnung offentlich vor vollem Gericht geschehenalso auch die Pfand verschreibungen / darin das Erb oder Underpfand dem Crechtojure antichreseos oder fenst ad longos annos zu geniessen / würcklich eingeraumtwird / ins künfftig vor euch Unseren Scholtheissen / Richteren / Vogten / odergeren und zum wenigsten zweyen Scheffen und unserem zeitlichen Gerichtschreibernauffgerichtet / auch solche actus (auff daß jedesmahls / so offt es von nöhten / soweWir als andere / so dabey einiger massen interessirt seynd / wissen mögen / wehr dannoch der rechter Eigenthumber einer jeder Erbschafft seyn / und wehr so wol die Er-schuldigkeit / als andere gemeine Onera davon zu tragen und zu entrichten schüldigseyn / beständige nachricht haben mögen) sub poena annullationis allemahl zumGerichts= und Erbungs Prothocoll gebracht werden sollen. Welches nun Wir alsounverbrüchlich gehalten haben wollen. Urkund unsers hervor gedrückten Secret Siegels. Signatum Düsseldorff den 11. Augusti anno 1648.In contrarium vero militat, quod supra citati textus ordinationis non vi-deantur praecisè requirere judicialem traditionem, sed hoc solum disponere,ut venditor, si velit emptorem judicialiter inhaeredare, se vero exhæredare,id non alibi, quam coram judice rei sitae faciat, unde quaestio illa, an ad con-sequendum dominium rei venditae opus sit inhaeredatione speciali coram Magistratu loci, ubi res sita est, tanquam in ordinatione expresse non decisa-manet sub dispositione juris communis per text. in cap. ultimo. §. ult. & ea quadixi in Historiâ num. 91. quo etiam respexit Referens in causâ judiciali Scgel contra Hurdt anno 1604. relata. his verbis: Nec Ordinatio cap. 97. deci-dit hunc casum, si alii traditio extrajudicialiter facta esset, eum vinci ab eocui res judicialiter tradita esset &c. Contingit quoque saepissimè bona vendit:apud nos simpliciter & sine inhæredatione coram Magistratu rei sitae tradi, ne-memini tamen, emptores ob defectum solemnis hujus traditionis dominio reAcce-venditae per sententiam in contradictorio judicio latam privatos fuisse.dit hisce quod moribus nostris praedicta & res soli pro immobilibus habeanturquoad effectus juris, licet non praecesserit judicialis in- & exhæredatio, uti docemur ex sequenti attestato.Wir Scholtheiß und Scheffen deß Hauptgerichts Gülich attestiren und uhrkunden hiemit / daß vor uns in eigener Person kommen der Ehrentachtbahr WilhelmSchüller /