146
und Berg rc. allerhand zweytracht und uneinigkeit zwischen ermelten gebrüderenvermeiden / zu erörteren / und darüber zu erklären auffgenommen. So haben JFürstliche Gnaden dißmahl / als viel obgemelten bezirck und begriff belangt / mittem vorbedacht dahin geschlossen und sich erklärt / wie sie sich hiemit erklären / dagedachtes Elterlich Vortheil nachfolgender massen zu verstehen und anzunehmen, alsnemblich / daß die behausung Schloßberg / wie dieselbe in ihren eussersten Grabenso an der vorderster oder erster Pfortzen angefangen / mit denen darbinnen gelegeneScheuren / Ställungen / Bongardten / Hallpoclen / Garten und gehörigen O-men / nichts davon außgeschlossen / und umbher biß an den auß dem Weyer /angegeben / gemachten Bongardten / welcher achtzehn Morgen ungefehr haltenle / bey ermeltem Johannen von Merode / als dem eltisten Sohn / verbleiben undgelassen werden solle / also und dergestalt / daß solcher Bongardt / wie auch andeErbschafft / außerhalb jetz bestimptem bezirck gelegen / in die brüderliche scheidungund theilung mit zu ziehen und einzubringen / gleichwol aber solche stück bey dem Haufzu lassen / und ermelten Werneren und Degenhardten von Merode derwegen an anderer Erbschafft oder sonst gebührliche billigmässige erstattung darvon zu thuen.auch hinwieder bemeltem Johannen von Merode das jenig / waß er beweißlich zu an-geregtem Bongard / da derselbig erstlich auß dem Weyer zu machen unterstandenangelegt / und biß nochzu derwegen keine ergenung empfangen / vorbehaltenermelte gebrüder Werner und Degenhardt von Merode / ihren bruderen dasselbigerstatten schüldig / und sollen ermelte gebrüdern hiemit / so viel den bezirck umb eimeltes Hauß gelegen belangt / verglichen seyn und bleiben. Waß aber weiterschen den obbenenten gebrüderen die gifft des Altars / Fischerey / und dergleichen /ob es mit in das Elterlich fürtheil gehörig oder nit / und sonst ihre brüderlichelung berührend / streitig / solches lassen Jhre Fürstliche Gnaden bey voriger derwegen gegebener Commission / durch dieselbe der gebühr außfündig zu machen /bleiben. Geben zu Hambach unter hochernantes meines Gnädigen Fürsten und Holren 2c. hierauff gedrückten Secret Siegels / am 10. Martii anno 157Facit etiam huc arbitralis deciſio de mandato Ducis Juliæ à Conſiliariis &Equestri ordine Ducatus Juliae, nec non Scabinis Juliacensibus & Marcoduranis inter Joannem, Richaldum, Arnoldum & Wilhelmium fratres de Mercde, ac sororem Margaretham de Merode super divisione bonorum Paterirum & Maternorum data & promulgata anno 1457. mercurii post festumSeverini Episcopi. hujus tenoris: Ind so idt dan altherkomen / oevynge / gebruchonge und Landtrecht des Landts van Gülich ist / dat der elste van den Broiderenen van Susteren / da gheen Broideren en wehren / van ihren Heußeren undnungen die kur zu vorens biß bynnen ihren Graven und Edert Zuynen mit den Erichten / ind Herlicheyden / Diensten / Geboiden ind Verboiden / ind Lehenenherkealso gelegen synt / haven und behalden sall / want besonder dat Lehn nit beswiernoch gedeylt mach werden buyßen den Lehnherren. So sagen wir van alden Wmen / oevingen / gebruychongen ind van unsem Landtrecht / dat Johan van me:Diende alß ein elste Sohn die kur zo dem Schloß ind Vorgeburge zu Merode bynnen ihchn nichren Graven ind Edert Zuynen zuvorens uyß haven mach mit der Herlicheben is.sten / Geboiden / ind Verboide / ind Lehnen darzu gehoerendte / want darschorendebesweirt noch gedeilt en gehoirt zu syn buyßen den Lehnherren alß vorschtdewyle dan dac is noch ein Schloß mit der Herlicheydt / ind Lehn darzunemelich Vräentz / So sagen wir nimaßen vorschreven / dat Herr Rickalt alß deelste van Johan vorschreven dat haven mach in gelycher mayßen alß für van Mer-Definitde geſchreven iſt ꝛc.