Observatio V.Wilhelm Hertzog zu Gülich / Clepe und Berg / rc.JR thun kund / daß Wir in dem vergangenen Jahr 1552. unse-ren Stallmeister und lieben Getrewen Otten von dem Bylandtzu Reide nach Todt seines Vatters Adrians von dem Bylandt see-ligen als dem ältisten Sohn mit dem Schloß und Herrlichkeit vonReide gnädiglich belehnt / und aber Vns folgends zu erkennen ge-ben / wie er mit seiner Mutter Irmgarden Schenck von Nideggen sich verglichen und verdragen / daß sie ihr Lebenlang an be-Smeldtem Schloß und Herrlichkeit ihre Zucht haben und behalten solle / Vnd dem-nach Vns als den Lands-Fürsten und Lehn-Herren underthäniglich gebettenselbi-ges gnädiglich zubewilligen. So bekennen Wir / daß wir bemeldtem unseremStallmeister zu Gnaden/ und auff seine underthänige Bitt bewilliget haben und be-willigen hiermit / daß sein Mutter Irmgard das obgemelt Schloß und Herrligkeitzu Reide mit ihrem Zubehör ihr Lebenlang Züchtersweise geniessen und gebrauchenmöge / doch mit dem Vorbehalt / so fern sie zu einer Hand wird sitzen bleiben / undsich nicht verändert. Es soll auch genanter unser Stallmeister das versehrl. Lehnverdienen und vermannen/ und Er sampt seiner Mutter bestellen/ daß Wir anvielgedachtem Schloß zu Reide der Offnung jederzeit versorgt seyn mögen. Zu demsoll dasselbig Schloß und Herrligkeit / so lang diese unsere Bezüchtigung und Gnä-dige Bewilligung wehret/ inkein andere Händ noch Verwahrung/ dann gedach-ter Jungarden und Otten ihres Sohls gestellt werden. Vrkund unsers hierauffgedruckten Secret-Siegels. Geben zu Cleve am ersten Tag Julii Anno 1553.WIr Irmgard Schenck von Nideggen-Adrians von dem Byland Herrn zuReidt seeligen nachgelassene Wittwe und Otto von dem Byland Mutterund Sohn thun kund: Als der Durchleuchtig / Hochgeborner Fürst undHerr / Herr Wilhelm Hertzog zu Gülich / Cleve und Berg / Graff zu der Marckund Ravenßberg/ Herr zu Ravenstein rc. Vnser Gnädiger Herr/ auff unser under-thänig bitten gnädiglich bewilliget hat / daß ich Jrmgard vorschrl. das Schloß undHerzlichkeit zu Reide mit ihrem Zubehör mein Lebenlang Züchtersweiß soll behaltengeniessen und gebrauchen mögen/ Inmassen Seiner Fürstl. Gnaden derwegen ge-geben Placat, so von Wort zu Wort hernach folgt / außführt und nachbringt.Emnach bekennen Wir Jrmgardt Schenck von Nideggen und Otto von demBylandt/ daß wir uns dem Jnhalt des vorgemelten Placats allenthalben gemäß halten/ und dem also würcklich nachkommen sollen und willen/ sonderalle Geferdt und Argelist. Vnd haben des zu Vrkund der Warheit diesen Brieffmit unsern eygenen Handen unterzeichnet. Der gegeben ist in den Jahren unsereHErzen 1553. auff den vierdten Tag des Monats Julii.Irmgard Schenck von NideggenWittwe Bylandt.Otto von Bylandt Stallmeister.QUaderem igitur, ut mater de usufructu Feudi paterni in casum praemorientismariti sollicita consensum Domini requirat & impetret, illo enim neglectovereor ne liberis eorumve tutoribus aut Curatoribus contradicentibus, & in udicium deducta usufructu excidat.Dixi liberis, aut eorum tutoribus vel Curatoribus contradicentibus, nam siex affectu, amore & reverentia erga matrem acquieſcant eamque feudis paternis addies vitae, vel certos annos uti frui sinant, res inter illos difficultate caret, cum quilibet juri pro ſe introducto renunciare poſſit. Salvo tamen per omnia Jure Domini.Addo prædictis, quod in cauſa extrajudiciali Barthelen Freytag / und deſſenbeyder—
Druckschrift
Tractatus De Jure Revolutionis Ad Lucem Ordinationis Judiciariae : Cap. Beschluß von Succession 88, Daß nach altem Herkommen und Gebrauch der Fürstenthumben Gülich und Berg die Güter fallen und erben sollen hinder sich an die nächsten Erben daher sie kommen ; In quo Praecipua Revolutionis Capita tanguntur, Exemplis, Praejudiciis & rebus judicatis illustrantur, nec non Materia Successionis ab intestato accuraè & nervosè enucleantur ; Accedit ejusdem Authoris Tractatus ad Observationes Feudales
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