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Die Bauwerke der arabischen Kunst in Ägypten
Entstehung
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ARABISCHE BAUKUNST.

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oder regelmäßige Polygonhälften bildend. In letzterem Falle gleichensie Bienenzellen. Bei relativ großer Vorkragung der einzelnenNischen-Reihen gehen die Nischen seihst in Zwergkuppeln polygo-nalen Querschnittes über; die Gewölbfüßchen, die nicht die Pen-dentifwand berühren, hängen als Zapfen in den freien Raum herab.Durch ihre Ähnlichkeit mit Tropfsteingebilden ist ihr Name ent-standen ; arabisch heißen sie Moamas. Sie erscheinen erst nachEroberung indischer Gebiete. Nachdem die Araber dort die Über-deckung von Räumen mittels vorkragender Steinreihen kennen-gelernt hatten, verließen sie die bis dahin übliche Bauweise der Römerund Byzantiner bei Überkuppelung quadratischer Räume und er-setzten die in die Ecken gestellten sphärischen Nischen zur Auf-nahme der Kuppeltrommeln durch vorkragende Steinreihen, die inErinnerung an die frühere Bauweise mit Zwergnischen geschmücktwurden.

Minarette fehlten den ältesten Moscheen. Die frühesten dieserTürme hatten auch in ihren oberen sich verjüngenden Stockwerkenquadratischen Querschnitt. Eine Abart derselben, Mabkhara ge-nannt, war in ihren obersten Teilen mit Vorrichtungen zu Räuche-rungen während des Feiertagsgebetes und bei Epidemien versehenDie neueren Minarette auf quadratischer Basis, meist in den oblongenMoscheengrundriß eingebaut, nehmen in den oberen Etagen einerunde oder achteckige Form an. Elegante Galerieen und Baikone,von Stalaktitengesimsen getragen, sind an ihnen angebracht, vondenen die Mueddins die Gläubigen zum Gebet rufen. Die Stiegenbeginnen in der Regel erst auf der Moscheeterrasse; nicht seltenfindet man zwei um dieselbe Spindel laufend, wohl zur Bequem-lichkeit der Blinden, die vielfach als Mueddins angestellt sind.Mächtige in Kupfer getriebene Halbmonde fehlen den Bekrönungender Minarette ebensowenig wie den Kuppeln. Im FastenmonateRamadan werden die Galerieen und die obersten Teile der Minarette,bei den alten als Kuppel in Form einer Tatarenmütze, bei denneuen dem ägyptischen Wasserkruge (Kulle) ähnlich, beleuchtet;Stäbe und Winkel sind hierfür angebracht.

Jede Moschee besitzt, wenn nicht ein besonderes Gebäude dazubestimmt ist, einen öffentlichen. Brunnen, das Sebtl, einen Saal,an dessen Bronzegitter Wasser an die Vorübergehenden verteilt wird.Unter demselben befindet sich die Cisterne, über ihm die nie feh-lende Elementar-Schule (Maktab), ein Loggienbau mit Marquise,oft in reizender Holzarchitektur. Hier ist auch die einzige frei-stehende Säule der Moscheenfajade zu suchen; sonst kommt nurdie in die Ecken eingemauerte oder in dieWerkstücke eingearbeiteteViertels-Säule vor.

Wir kehren nach dieser Betrachtung der Außenteile der Moscheezur Beschreibung des Innern zurück. Die Decken der Innenräumesind stets in sichtbarer Konstruktion mit abgerundeten, jedoch naheder Wand scharfkantigen Querbalken ausgeführt: eine Form, die an