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von deutschem Nationalgefühl so edel und rein, wiewenige seiner Zeitgenossen.
Und gerade diese Eigenschaften bilden seinehervorragende Bedeutung für die deutsche Literaturund das deutsche Volk, und in dieser Hinsicht ist er derruhende Pol in der Erscheinungen Flucht.
Als ein weiteres Zeugniss hierfür mögen einigeVerse aus seinem Hymnus »An das Vaterland« hierPlatz finden:
Dein denk’ ich stets, mein Vaterland, wie man der Mutter denkt!Mein ganzes Herz, so arm du bist, ist nur in dich versenkt!
Ich liebe dich in deiner Angst, in Sorgen, Pein und SchmerzMehr wie die weite, helle Welt in Jubel und in Scherz.
O wärst du, wie mein Geist dich denkt, gross, glorreich, mächtig, frei,Des Welttheils Herz, des Welttheils Haupt, der Freiheit Schlachtgeschrei,Ich nennte stolzer, freud’ger dich mit königlicher Lust,
Doch liebte treuer dich darum nicht deines Sohnes Brust!
In den »Sommertagen am Siebengebirge« (Seite160) beklagt sich der Dichter, »dass mit AusnahmeKinkels und Freiligrath’s »wir Andere« lange Jahrenicht besonders wohlgefällig von der Gunst desdeutschen Publikums haben reden können. Die Gründefür diese Erscheinung sind nicht schwer zu finden.Unsere hauptsächlichste Thätigkeit begann in denTagen, wo das junge Deutschland die Arena behauptete.Dann kam die Zeit der politischen Poesie, die mit derRevolution vom Jahre 1848 endete. Darauf folgte dieReaktion der Frömmler und Kopfhänger. Was galtdamals das Bestreben, wieder ächt nationale Stoffeim schlichten deutschen Sinne zu behandeln? Für dieKritik war der Rhein, dem es trotz seiner Industrieund seinem Handel an einem mächtigen Buchhandel