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Wolfgang Müller von Königswinter : sein Leben und die Bedeutung seiner Werke für das deutsche Volk
Entstehung
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Wolfgang war nun auf sich und seinen eigenenErwerb angewiesen. Seine früheren Beziehungen zuverschiedenen Malern und Bürgern in Düsseldorf legtenihm den Gedanken nahe, in dieser schönen Garten-stadt seine Praxis als Arzt aufzunehmen.

In Düsseldorf hatte er Karl Immermann undseinen Kreis, Mendelssohn-Bartholdy, Robert Reinick,Hasenclever und Will schätzen gelernt; der allzufrühdahingeschiedene talentvolle Musiker und KomponistNorbert Burgmüller war dort, wie er selbst sagt, seinerster Freund gewesen. (Erzählungen eines rheinischenChronisten. Band 2, Seite 334.)

Der poetische Hauch und Duft Düsseldorfs zeitigte1846 im frischen, geistigen Verkehre daselbst dasepische Gedicht »Rheinfahrt«.

Diese erste grössere Dichtung stellt Natur undHeben, Kunst und Geschichte des Rheines in lebens-vollen Gemälden dar, die freilich nur lose zusammen-gehalten werden, aber, für sich betrachtet, von grosserWirkung sind.

In diesem Epos sehen wir unendliche Innigkeit,Wärme, Wahrheit und Wohllaut so innig gepaart, dassman mit Recht davon gesagt hat, dass hier des Dichterseigenstes Wesen so recht aus der Natur, dem Hebenund der Geschichte seiner Heimath emporgewachsenerschien.

Begleiten wir den auf dem Höhepunkt seinesSchaffens stehenden Dichter nunmehr einen Augenblickin sein trautes Heim.

zu Göllingen, der Verfasser von »Geschichte und System deraltdeutschen Religion«, »Mittelhochdeutsches Wörterbuch«und »Niedersächsische Sagen und Märchen«.