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Wolfgang Müller von Königswinter : sein Leben und die Bedeutung seiner Werke für das deutsche Volk
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In Emilie Schnitzler, der Tochter einer altan-gesehenen Kölner Patrizier-Familie, fand er seine antiefem Gefühl für alles Schöne, Wahre und Gute gleichempfängliche Lebensgefährtin, die ihm im November1847 die Hand zum ewigen Bunde reichte.

In dem anmuthigen Heim des jungen Ehepaaresfanden die Freunde eine beneidenswerthe, anmuthigeHäuslichkeit, deren Glück und Frieden die im Jahre 1847erschienenen »Gedichte« begeistert wiederspiegelten.

Es muss eine in jeder Beziehung glückliche Ehegewesen sein, deren Glück in dem Liederbuch »Gedenkverscholl'ner Tage« zum Worte kommt. Hier findenwir das tief empfundene Gedicht »An Walli« (1840),»Der Braut« (1847), das Hochzeitslied und »Der Frau«(1847). Hier bekennt der Dichter:

Wir schwelgen freudig hochbeglücktIn vollster Seligkeit,

Und wer uns liebt, sieht uns entzückt,

Und wer uns hasst, voll Neid.

Mein Kind, wir sehn so morgenfrischIn diese schöne Welt,

Wir wissen: Haus und Bett und TischIst drin für uns bestellt.

So ziemt sichs, dass kein Glück uns fehlt,

Dass uns kein Unglück schreckt;

Uns haben Launen nie gequält,

Nie Eifersucht geneckt.

Eine wahre Perle deutscher Lyrik bildet in dieserSammlung sein bekanntestes unsterbliches Lied:

Aus Deinem lieben MundeVernahm ichs tausendmal,

In meiner Augen GrundeSähst Du des Himmels Strahl.