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Wolfgang Müller von Königswinter : sein Leben und die Bedeutung seiner Werke für das deutsche Volk
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als praktischer Arzt in dem jetzt in das Hotel Rieffelumgewandelten Hause in der Hauptstrasse, an welchemvor Jahren eine Marmortafel zum Andenken an dendahingeschiedenen Sänger angebracht worden ist. *)Dr. Müller siedelte bereits im Jahre 1819 zurUebernahme einer Kreisphysikusstelle nach Bergheimim Jülicher Lande über, woselbst der Sohn dieersten Jugendeindrücke empfing. 1827 zog unserWilhelm nach Verwandten zu Düsseldorf, woselbst erbis 1835 das Gymnasium besuchte. Sein damaligerLehrer, späterer Professor in Tübingen, Fichte, ent-deckte zuerst sein dichterisches Talent, welchem erden Preis bei einem Wettbewerb zuerkannte. DieEltern siedelten auch bald nach Düsseldorf über,woselbst ein reger Verkehr mit den Malern AndreasAchenbach, Jakob Becker, Alfred Rethel u. A. stattfand. Lernte er in deren Umgänge die Kunst ver-stehen und würdigen, so nahm sich auf der andernSeite auch der Maler und Dichter Robert Reinick desjungen Poeten freundlich zur Einführung in die Poesiean. Im Jahre 1835 bezog Wilhelm die Alma mater

in Bonn, um nach dem Wunsche des Vaters dem

Studium der Medicin sich zu widmen. Hier beganneine sonnige Zeit. Im Hause Kinkel s und Simrocksmachte er bald die Bekanntschaft mit Matzerath und

®) Dieselbe lautet: In diesem Hause wurde der Dichter Wolf-gang Müller von Königswinter am 5. März 1816 geboren.Vgl. »Sonunertage am Siebengebirge* I86" Seite 13. »Daschreite ich denn die Ilauptstrasse entlang und gehe wiedereinmal nach dem Hause hin, wo ich geboren bin. Meine

Mutter sagt, das Licht habe mir in dem jetzigen Hotel

Rieffel getagt, dasselbe habe aber damals eine ungleich ein-fachere und bescheidenere Fronte gehabt u. s. w. *