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Freiheitsänger, welche Napoleon begruben, bloss jeneFreiheit von dem fremden Joch verlangten, trieb diePoesie vielmehr durch alle Fugen und Ritzen deseigenen politischen, sozialen und religiösen Lebens ihreWurzeln und Ranken; sie fasste das Volk selbst, fassteVolkesbegriff und Volksidee als poetisches Objekt,des Volkes Freuden und Schmerzen, sein Dulden undZürnen, seinen Glauben und Unglauben. Als politischePoesie rüttelte sie an den Pforten der Paläste undKirchen; als soziale Poesie that sie des armen MannesThür auf und zeigte ihm unter dem Lichte des Rechts,das ihm zustünde, und des Unrechts, das er leide, dieKraft seiner Fäuste; sie hüllte sich in den einfachenMantel der Dorfgeschichte, stellte des schlichten MannesTugend und Unverdorbenheit in Gegensatz, zu derVerderbniss der höheren Stände; sie ward Satire oderWeltschmerz, um in dem eigenen Subjekt den Vertreterder Richtung zu besingen, der nach Schopenhauer »denWillen zum Leben verneint«.
Nicht wenige aus dieser Schule bekämpften abernicht bloss die Altäre und die Throne, sondern dieganze gebildete Welt, um dem Flasse des Volkes zuschmeicheln und seinen Begierden und Leidenschaftenzu huldigen. Nicht auf Erregung eines ästhetischenWohlgefallens, sondern auf Erreichung politischerZwecke bedacht, kümmerten sie sich weniger umkünstlerische Vollendung, elegante Form und edleSprache, als um aufregenden Inhalt, um energievolleDarstellung und leidenschaftliche Haltung. Sie hauchtenihren, meist lyrischen Dichtungen ehre demokratischeGluth ein, die dem Leser und Hörer zu Kopf stieg