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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Kurfürst (allein).

Lin tolles Käuzlein, dieser Banerl,

Doch wett' ich, liegt gar Schattiges dahinter,

Was mag er wollen mit der Schrift?

Doch wollen wir den Kopf uns nicht zerbrechen,

Wir werden's seh'n und zu belachen haben.

(Steht auf, geht sinnend auf und ab und spricht dann denMonolog.)

Ein neidisches Geschick hat mir versagt,

Was meist gewährt dem ärmsten Unterthan,

Der einst, neigt er sein Haupt, Person und StandUnd Namen forterbt in dem eignen Sohn.

Ich geh' als letzter Sprosse meines Stamm'sJn's ew'ge Dunkel der Vergangenheit,

Und der Verjüngung Trost ist mir verwehrt,

Der mit des Stammbaums Grün den Blick erfreu't;Deshalb muß ich's in andrer Weise suchen,

Was meinen Namen auf die Nachwelt bringt.

Im Kriegesruhme such' ich's wahrlich nicht,

Denn jede Rohheit war mir stets verhaßt;

Das Metzgerwesen macht mir immer Ekel,

Und Wunden heil' ich lieber als ich schlagt.

Die Schlägerei, die ich bestrafen lasseAn Bauern, sollt' ich selber schlimmer üben,

Und Raub und Mord und Brand noch adeln? Nein,Dem Ehrgeiz Fluch, der Millionen ThränenFür eine rohe Siegesfreude bringt,

Der alle Thierheit in dem Volk entfesselt,