Helena (hält seine Hand fest). O, sei auf DeinerHut. Dem Wcrbhaus bleibe fern, — o mir zu liebe.Gehe nicht allein, — o mir zu liebe! Gott geleite Dich!
Schatten. Wem seine Engel sichtbar begegnen,der ist wohl behütet, (ab.)
Helena (allein). Gottlob, daß ich ihn gewarnt.Die Freundlichkeit der Bösen droht Gefahr. Wie werdeich froh aufathmen, wenn ich diesen nichtswürdigenMenschen ferne bin. Ich ahne das ganze Getriebeihrer Bosheit. O Gott, lasse die Hölle nicht siegen!Wie schön wäre Deine Welt, wenn nur die Borurtheileund die Verkehrtheiten der Menschen nicht den Unkraut-samen des Unglücks in die Blumenbeete des Lebenssäelem Und nun die entsetzliche Gier nach Andrer Gut,— ich kann sie nicht begreifen diese Menschen. Wiedunkle Wolkenschatten tritt es vor meine Seele. Dochhorch! der Zug ist schon im Schlosse! —
(Ruf draußen: Vivat Carl Theodor!)
Dritter Auftritt.
(Helena will hinaus eilen, da begegnet ihr der Kurfürst mitMeyer — sie stutzt, tritt zurück.)
Kurfürst.
O freundliche Begegnung! weile, weile!
Dir hat Natur in Deiner Schönheit FülleDas lieblichste Empfehlungwort verliehen,
Das mir zum Herzen spricht. O bleibe, bleibe!
(Helena dreht sich um und geht ab.)