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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Krupp. Was will der heimliche Junker. Derhat auch mehr vor als seine Nase.

Waibe l (singt):

Wenn einmal zwei Knaben ein Mädchen lieb haben,Das thuet sich selten gut;

Ach war' ich zu Hause geblieben, ja, ja, geblieben,Soldaten, die ziehen ins Feld.

Eine saubere Geschichte, eine Liebesgeschichte von einerzarten Taube.

Krupp (singt): Tauben das sind schöne Thier',Tauben die gefallen mir,

Tauben die gefallen mir.

Waibel. Trinkt und singt und laßt uns fröhlichsein. So stoßt an! Es ist zwar ein Geheimniß, aberich will es euch erzählen, und Ihr sollt ja auch Handmit anlegen. Seht, da ist so ein domo, so ein Bursche,der unserm gnädigen Herrn Junker ein Täubchen ver-lockt hat. Das Täubchen ist, wie sich von selbst ver-steht, ein reiches hochadeliges Fräulein, und der unbe-queme Galan so ein bürgerlicher Schuft wie Unsers-gleichen. Wir sollen nun den Burschen fortschaffen undeine gute holländische Waare für unser Geschäft undein tüchtiges Handgeld obendrein haben. Der Burscheheißt Schatten und ist Anwärter hier beim Gerichte.Da muß Frau Spierlich uns die Fährte zeigen.

Krupp. O holder Drachen.

Waibel. Sieht Er, Schröder, wie wichtig derSoldat such für's bürgerliche Leben ist, wie er selbst