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in der Familie und im Ehebunde Gottes Weltordnunghält und Zucht und Sitte schirmt, daß ein edles Frei-herrnblut durch keine Mißheirath entweiht wird.
Schröder. Es ist aber doch, bei Gott, nichtrecht, daß ein unschuldiger Mensch, so mir nichts, dirnichts, blos weil ihn ein adeliges Fräulein lieb hat,wie ein wildes Thier eingefangen und eiugcpackt wer-den soll. Ich kann nicht finden, daß das recht ist; derTeufel hol' solche abscheuliche Weltordnung. '
Waibel. Ei! das kennst Du nicht; der Werb-soldat ist Soldat und hat nach Recht und BilligkeitNichts zu fragen, wenn der Befehl spricht. Herrenbe-fehl ist des Soldaten einzige Richtschnur. Das ist dasSchönste bei unserm Stand, daß wir nicht die ge-ringste Verantwortlichkeit haben. Das Gewissen müs-sen andere Leute für uns haben. Wir sind nur fürden Gehorsam verantwortlich. Der Werber ist der Na-gel von dem kleinen Finger an der Hand der Gerech-tigkeit. Man kratzt sich, wo es juckt; aber was kannder Nagel dafür, wenn die Hand gekratzt hat?
Krupp Nun, Schröder, was sagst Du jetzt —da hörst Du studierte Leute.
Schröder. So habt Ihr recht, wie Ihr dasauslegt.
Waibel. Es kommt Alles auf die richtige Aus-legung an, und das wird sich bei Ihm geben, wennEr gehörig eingeschossen ist in den Dienst.
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