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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Spi erlich. Sogleich, Herr! laß Er mich dochausreden.

Krupp. Da könnt man vor Durst einschrumpfen,wie eine Hotzel im' Darrofen, wenn man dies Klapper-maul sich ausreden ließe. (Wirthin ab; er ruft ihr nach): sobringt gleich einen Eimer voll. Da kommt noch Zuwachs.

(Rottmeister Nerrs und Hermann Schröder treten ein.)

Neres. Herr Waibel, hier melde ich einen frei-willigen Recruten.

Waibel (besteht ihn durch die Brille). 5 Fuß 8 Zoll3 Strich, ein stattlicher Kerl. Sei willkommen! Duwirst Dein Glück machen, Bursche, das sieht man Diran. Woher kommst Du?

Schröder. Aus dem Halver, vom Hofe Wit-tenbever.

Waibel. Wie alt?

Schröder. Wenn wieder Krautweih kommt 26

Jahr.

Waibel. Sein Geschäft?

Schröder. Kaffeemühlenkastenmacher.

Waibel. O Pfui! Das ist kein Geschäft fürDich. Du bist zum Soldaten geboren. Das vermel-det Deine ganze Statur und Dein ganzes forsches We-sen. Doch' weshalb tratest Du nicht ins preußische Heer?Dein König braucht gerade solche Leute. Der Franzoshat geschworen, ihn so klein zu setzen, daß er keine Ziegemehr halten könnt. Da hättest Du mit Deinen derbenFäusten helfen können, daß er die Wirthschaft behält.