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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Schröder. Es war mir hierhin aber gelegener,weil die Gränze näher war. Ich hatte da so eine kleineWiderwärtigkeit und dürft mich nicht lange besinnendaß ich fortkam.

Waibel. Du hattest doch wohl nicht lange Fingergemacht, hast nicht geklemmt, nicht gemaus't, nicht gestoh-len, Bursche? He? Wo liegt der Has' im Pfeffer?

Schröder. Pfui! Potz heilig Donnerwetter,wie könnt Ihr so denken! Nein, ich hatte gestern Abendnur einen einzigen Wachholder zu viel getrunken, undda gab's etwas Disputas und da ist mir die Galleübergelaufen und da da da und da Hab' ichein Kamisölchen zum Fenster hinaus geschmissen. Undda dacht ich: besser in den Reisern als in den Eisern,und bin durch Waid und Wald und Berg und Thalbei Nacht und Nebel über die Gränze entwichen.

Waibel. Wie? ein Kamisölchen? so eine Jackezum Fenster hinaus geworfen was Teufel, ist dasbei Euch denn so strafbar, daß man drum gleich vonHaus und Hof wegläuft?

Neres. Ei! Herr Waibel Sandrenter; es steckteJemand in dem Kamisölchen, der blieb drin hangenund ist gelegentlich mit zum Fenster hinausgeflogen,und da er nicht ewig in der Luft konnte schweben blei-ben, da ist er herabgefallen auf den Estrich.

Schröder. Ja, dem Bachmüller sein Conrad,der mir mein Gretchen abspänstig gemacht und mir nochspitzige Worte angethan hat. Aber ich kann es be-