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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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zähle, bis wir beisammen kämen und es beide in Em-pfang nähmen.

v. Möllheim. Verhält sich das so, Frau Mar-ketenderin ?

Spi erlich. Der Mendel kam in seinem Auf-trag und ich Hab ihm die ganze Summe ausgezahlt.Ich war froh, daß ich das Sündengeld los war. Gottweiß, wie viel Schweiß und Blut dran kleben mochte.

v. Möllheim. Sckweig sie! Solch Geschwätzgehört in ihre Marketenderstube, nicht hierher, (steht auf)Ein höchst schwieriger Rechtsfall. Gerichtschreiber, das6t»rpus llurls! sag ich. (Rettig legt das Gesetzbuch hin undv. Möllheim blättert darin.) Ah! hier ist die Stelle guülll^uris, si aliijuis ulicjulä. Aber daß der Satan die Mäusehole! Da hat so eine verfluchte Maus grade das Ge-setz, worauf es ankömmt, herausgefressen.

Meyer (bei Seite). Gott steh den armen Leutenbei, wenn das Gesetz auch noch dem Mäusefraß unter-worfen ist.

v. Möllheim (hat die eine Hand auf dem Rückenund die andere im Buche. Während Meyer der Spierlichwinkt und diese heimlich mit ihm spricht, drückt GauländerdemRichter ein Goldstück in die Hand, die er auf dem Rücken hat.)Gauländer, ich finde, ich fühle, daß Er Recht hat.Gerichtschreiber, ich werde ihm das Urtheil dictiren. '(setzt sich.)

Meyer (aufstehend). Herr Richter, diese Frau ver-langt mich zu ihrem Fürsprecher und läßt erkären, daß