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Irmgard. Es lautet unbedingt auch das Ge-bot, wie bei dem Vierten. Ei! sonst dürften wir auchnur die tugendhaften Eltern ehren.
Schatten. Du nimmst das Wort mir aus demMunde, Schwester; so wenig ein rechtschaffener ein-sichtsvoller Mensch der Liebe und Achtung gegen seineEltern vergessen wird, so wenig wird er die Achtungweigern, die dem Landesherrn gebührt. Er wird mitFreuden die Gelegenheit, die Sitte und Brauch geheiligt,stets ergreifen, ihm alle Ehrerbietung zu erzeigen;jedoch verhehle ich nicht, daß meine Freude viel Hellerwäre, wenn der rechte Landesherr, wenn Preußens Kö-nig hier empfangen würde, der durch die That gezeigt,daß Er den Helden entstammt, die am Altenberge ruh'n.
Irmgard. Still! Adolf! es ist nicht gut, daßDu so redest. Die Wände haben Ohren. Danke Gott,daß unser Karl Theodor so wohldenkend, so gut ist!
Börner. Ja! so gut ißt und trinkt. Tafel undJagden scheinen ihm die schwersten Regierungssorgenzu machen. Doch Schweigen ist oft besser als Reden,zumal in politischen Dingen. Jeder hat an seinem Ge-schäfte genug.
Schatten. Wohl Dir, daß Du so denkst, Schwa-ger. Es ist ein tiefschueideuder Schmerz, der Schmerzum's Vaterland. Es ist wahrlich schlimm damit ge-stellt, wo Fürsten den Schweiß des Landes in Weih-ranchnebelp verzehren. Die Wahrheit wird durch Hof-schranzen entstellt, das Recht verpachtet und nach Ge-