Börner. Zumal gegen hübsche Frauensperso-nen, die auf den jungen»stattlichen Mann auch gut zusprechen sind.
Irmgard. Pfui! Georg!
Börner. Gutmütig soll er sein. Doch eine fürst-liche Größe besitzt er nicht. In einer Schürze würd'er sich besser ausnehmen, als in der Uniform.
Schatten. Doch unser Fritz zu Berlin, das istein Mann, der diesen Namen verdient, ein Fürst, desHerrschens würdig. Ohne Vorurtheil, zugänglich fürjede Wahrheit, unbeugsam im Rechte, edel im Glücke,groß im Unglücke und human in Allem.
Irmgard. Carl Theodor ist einmal unserFürst.
Schatten. Das wäre schändlich und gedanken-los, die Ehrfurcht, die dem Landesherrn gebührt, vonmeiner Ansicht über seinen Werth als Mensch abhängigmachen wollen, Schwester. Auch an den guten Für-sten findet Schmähsucht zu tadeln, und die allerbestenMenschen sind stets am wenigsten gewürdigt worden.Wer Gott nur fürchtet, wer sein Vaterland nur liebt,muß auch den Fürsten ehren, dem Gott der Herr dasSccpter anvertraut. Die Wohlfahrt und die Machtdes Vaterlandes beruhen im Zusammenhalten, im Ge-horsam für das Oberhaupt des Staates. Wer diesePflicht verletzt, auf dessen Lippe ist Vaterlandsliebe eineLüge, der ist ein VaterlandSverräther, ist ein Frevleram Gebote Gottes.