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Villa Malta, den zo. August.
Schon acht Tage bin ich hier, und noch habeich dir keinen Gruß gesandt, keinen Dank fürdeinen lieben, tröstenden Brief.
Ich kann mir denken, wie gespannt du seinwirst, von meinem neuen Leben zu hören. Alleskommt mir noch so ungewohnt, so fremd vor, daßich oft nicht weiß, ob ich wache oder träume.Manches fand ich ganz anders, als ich erwartethatte; ja, es wurde mir manchmal schwer, diebessere Wirklichkeit mit meinem trüben, fast eigen-sinnig haftenden Phantasie-Gebilde zu vertauschen.Doch ich will die allgemeinen Bemerkungen beiSeite lassen und dir genau von vorn erzählen.
Als der Zug in den Bahnhof von Frankfurteinlief, schaute ich gleich zum Fenster hinaus, objemand da sei, um mich abzuholen. Ich konnteaber unter den vielen Menschen niemand ent-decken, der sich nach mir umsah. Nachdem derHerr, von dem ich dir geschrieben, mir meinvieles Handgepäck herunter gereicht hatte, wandteich mich etwas ungeschickt rückwärts aus demWagen, als eine sanfte Stimme fragte: „Elisa-