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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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trügt. Solche Grundsäge müssen uns Sanftmuth lehrenund wir sagen dann bei den üblen Begegnen eines Andernstatt zu schmähen: „ Seine Begriffe bringen es leider nichtanders mit sich." Diese reine tiefe Liebe zur Mensch-heit, sie war auch eine aufopfernde sich selbst vergessende,weil sie genährt und gepflegt ward von vielen Lebens-tugenden, womit der edle Weise sein Herz geschmückt hatte,und sein Wort: „Kein Freund des Geldes, oder der Wol-lust, oder der Ehre, sondern nur der Freund der Tugendist zu gleicher Zeit ein wahrer Menschenfreund," erfülltesich an ihm selbst. Ist es nicht aufopfernde Liebe, wenner seine Schüler Tag und Nacht lehrt, und sie mit uner-müdlicher Geduld einzuweihen sucht in seine segensreichenGrundsätze; ist es nicht Aufopferung, wenn er ein ausge-setztes Kind, für welches kein Herz mitleidig schlagen will,rettet, zu sich nimmt, und mit aller Zärtlichkeit wartetund pflegt. Ja groß war er in der Liebe zur Menschheitund in der Glorie dieser Liebe steht er da als Einer derUnsrigen, als ein schönes Vorbild auch für die heutigeWelt. Sie ist leider nicht frei von liebelosen Elementen garmancherlei Art. Da wird getadelt, verurtheilt, gehaßt, ver-achtet, und Keiner will die Schwächen eines Andern tragen;ja, um bloßer Eigenheiten willen kann oft Einer den Andernnicht leiden und Viele können ruhig zusehen, wenn Men-schen durch das Schicksal geschlagen werden, oder wennsie durch Thorheit und Wahn den Untergang ihres Glücksherbeiführen; Viele haben nur ein trauriges Lächeln, wennsie an die Gräber der Unsittlichkeit erinnert werden, inwelche Jahr aus Jahr ein Jünglinge und Jungfrauen sichstürzen; und treffen wir auch da und dort die Spurender Theilnahme, des Wohlthuns, so bemerken wir leider