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erhört wenn sie viele Worte machen? „Komm mit," sprachmein Führer, „in dieses geweihte Zimmer." Da saßendie ebrwürdigen Väter der Kirche. Einer lag ausgebreitetüber einem Buche, und schien es zu küssen — es warnicht die Bibel; ein Anderer las eifrig, aber nicht inder Bibel; ein Dritter stritt mit einem Andern in heftigerWeise und schlug dabei in der Hitze auf das Buch, daßer vor sich hatte, es war zum Glück nicht die Bibel. „O
wenn doch diese," sprach ich, „lieber das reine Evangeliumausschlügen, als daß sie hier den Spitzfindigkeiten seinerAusleger nachhängen. Christus hat so einfach gesprochen,daß ihn selbst die Geringsten, selbst die Hirten und Fischerverstanden und erwärmt wurden von ihm. Wozu der maaß-losen Klügelei, die lieber an andere Dinge als an das heiligeVermächtniß des Herrn gewandt werden mag. Christuswill nicht zersetzt und bestritten, er will nachgeahmt undgeliebt sein. Doch sieh," sprach ich weiter, „hier ist nocheine verschlossene Thür, wer ist hier?" „Ketzer sinds;willst Du sie sehen?" „Führe mich hinein, ich bin festin meinem Glauben." Wir traten ein, und freundlicheMänner, einfach ohne Prunk gekleidet, empfingen mich,den Fremdling. Aber ich sah lauter Gruppen, keinenGeist der Gemeinschaft. „Wer sind die dort," fragte ich,auf ein Pärchen deutend?" „Lutheraner sinds!" „Unddie?" „Resormirte." „Und die?" „Unionsfreunde." „Dienächsten?" „Herrnhuter." „Und jene?" „Altlutheraner."„Und diese hier?" Deutschkatholiken." „Mein Gott," riefich, „haben denn diese Väter nicht ein und denselbenZweck, warum entzweien sie sich?" „Weil Ihnen ihrChristus verloren gegangen ist, sie haben sich Alle selbst