wieder auf aus den Lustgräbern, aber er wurde durch sie mehrund mehr zum Schatten; die zarten Seelenbliithen fielenvon ihm ab; seine Shmpathieen für das Edle in der Weltschliefen ein, ernannte sieThorheit; endlich fanden sich inseinem thierischen Leibe Ueberdruß, Ekel und Krankheit ein.Jetzt ist er ein Hohn auf das Urbild eines wahren Men-schenlebens , die überspannten und verdorbenen Saiten sindgerissen, er ist ein Instrument ohne Ton und Klang, Werthder Vernichtung anheim zu fallen. Sieh weiter dort imHintergründe, da ringt Einer so lebhaft die Hände; es istein Spieler; Gewinn warsein Ideal, er hat verloren, Dusiehst ganz deutlich die Verzweiflung in seinen Mienen;" —„Ich bitte Dich," bat ich hier meinen Führer, „geleite michhinweg, mir wird inmitten dieses Wonnerausches unheimlich,mir ist der Anblick verbittert." — Erfühlte mich hierauf eineStufe höher, und ich trat in einen zweiten Saal. Hierwar es still und etwas dunkel und ein gewisser Ernst regierte,der mich nicht unangenehm berührte. Je weiter ich aberden Saal durchschritt, desto mehr verstörte, unzufriedene,mürrische Gesichter sah ich. Viele waren mit Nichts be-schäftigt und starrten nur vor sich hin; Andere hatten sichin ein Spiel vertieft, auch für sie schien die Welt nichtda zu sein. Auf meinen fragenden Blick sagte mein Führer:„Das ist die Stufe des Weltschmerzthums. Seine Jüngertreiben, wie Du siehst, keine Ausschweifungen, sie verachtendie gemeinen Genüsse; aber sie kommen doch auch zu keinerrechten Freudigkeit im Leben und Streben. Sie glauben,die Welt ist nicht des Wirkens Werth. Der Eine hateinen Lieblingsplan aufgeben müssen, nun nennt er dieganze Welt planlos; der Andere stieß mit seinem Eigensinnüberall an, und zog sich zuletzt von der anstößigen Welt
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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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217
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