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liebenswürdigen Gattin die Treue gebrochen, und sich inden Armen roher Buhlerinnen ergötzt, er hat die Zärt-lichkeit seiner Lebensgefährtin mit Schmach nnd Aerger be-lohnt. Sieh rechts von dieser Frau steht ein junger Mann;er schaut so melancholisch drein und hat ein Pistol in derHand. Er war nur ein Anfänger in der Schule des Welt-menschenthums; er drang nicht hindurch bis zur Verach-tung aller heiligen Gesetze und Pflichten, er schaudert nochvor seiner That, er hat durch die Verführung der Unschuldmehr als eine Familie unglücklich gemacht, und in seinerjungen Brust das schöne erhebende Gefühl der Reinheitund Unbescholtenheit getödtet; Du ahnst was er thun will.Sieh hinweg von ihm, aus den welcher ihm gegenüber steht!"„Gott, welch ein Jammerbild," rief ich! „Er ist," fuhrmein Führer fort, „eine wandelnde Leiche, oder besser eineLeidenshülle. Der Körper ist vollständig angenagt von denLeidenschaften und Krankheiten des Geistes. Das erdfahleGesicht weist hin auf das vergeudete und vergiftete Blut;die hohlen Augen verkünden den Tod, der im Innern frischsein Werk treibt; der niedergeschlagene Blick zeigt, daß eran der Welt um sich herum kein Wohlgefallen mehr findet;er hat ja nur aus den gemeinsten Quellen sein Glück ge-schöpft , und die sind jetzt für ihn versiegt; sein hinfälligerGang weist aus die Zerrüttung der ganzen Maschine seinesKörpers hin. Er war ein bedeutender Jünger des Welt-menschenthums. Er schmeckte bei allen Nahrungsmittelnden Ort heraus, von welchem sie kamen; der Sitz seinerhöchsten Wonne war der Gaumen. Er wurde täglich raffi-nirter und schuf sich neben dem Gaumenkitzel auch andereLustgräber; denn das Weltmenschenthum überhäuft seineJünger mit verlockenden Einladungen. Immer stand er