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brechen." Das wäre wahrscheinlich auch geschehen, wennFeßler sich nicht später aus dem Bereich seiner Feindeentfernt hätte. So niederschlagend nun also die Reisenach Wien und sein Aufenthalt daselbst für ihn war, ermachte doch in dieser Zeit bedeutende geistige Fortschritte.Vor allen Dingen wurden ihm die Augen über den Betrugmit höhern Graden gehörig geöffnet und seine gesundemaurerische Ansicht auch noch durch die Bekanntschaft mitLessings Ernst und Falk gestärkt. Dabei sammelte er inden einzelnen Logen Wiens, die er besuchte, reiche Er-fahrungen. Er sab Altes und Neues, Zweckmäßiges undUnzweckmäßiges, er freute sich über jede Aeußerung, auswelcher ein edler Geist sprach; und er fühlte sich nament-lich recht wohl in der Loge „zur Eintracht" in Wien, weildiese am einfachsten verfuhr und darnach strebte, denAsterbau der übrigen Logen allmählig zu untergraben.Aber auch die Schattenseiten der Maurerei blieben ihmnicht verhüllt. Manche Logen litten an Verzierungssucht;manche fanden in den Tafelfreuden ihr höchstes Ziel;manche waren unduldsam und nur eine, die Loge z. R.in G. zeigte sich erhaben über kleinliche Vorurtheile undAnsichten. Als Feßler von dieser lehrreichen Reise nachLemberg zurückkehrte, hielt er einen Vortrag über dasThema: „Was die Logen sind, und was sie sein sollen."Der Vortrag besaß Kraft und Feuer, und zeigte, daß nurdann die Maurerei sich heben könne, wenn alle Logen inEintracht sich wieder an einander schlöffen, wenn sie nachdem rechten Ideale strebten und alle unwürdigen Neben-absichten fallen ließen; wenn sie streng und unparteiischbei Aufnahmen handelten und keinem Unwürdigen, wieund was er auch sein möge, den Eintritt verstatteten.