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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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waren es auch, die seinen Muth begünstigten, welchen erunter andern bei dem folgenden Ereigniß zeigte. In derNacht vom 23. bis 24. Februar 1782 wurde er nach derelften Stunde von einem Laienbruder geweckt und in dieschauderhaften unterirdischen Gefängnisse des Klosters ge-führt. In dem einen lag ein sterbender Greis, welchener zum Tode einsegnen sollte. Derselbe endete auch baldunter freundlicher Zusprache und dem Gebete Feßlers.Bon dem Laienbruder, welcher ihn geführt, erfuhr Feßlernun, daß noch andere vier sogenannte Löwen hier wären,daß der eine davon 50, der andere 42, der dritte 15 Jahreund der vierte 9 Jahre schon hier unten schmachte. Beider Hülle des Entseelten schwur Feßler, diesen Greueldem Kaiser anzuzeigen. Kaum war er in seine Zelle zurück-gelehrt, als er auch gleich die Anzeige, mit seines NamensUnterschrift versehen, an den Kaiser Joseph durch einenverschwiegenen Freund absandte. Nachdem er in der An-zeige seine Entdeckung geschildert, schließt er mit folgendenWorten:Ich habe Ew. Majestät hiermit als fühlen-der Mensch und als treuer Bürger und Unterthan inWahrheit die schaudervolle Hölle des Mönchsdespotismusangezeigt; ich hielt mich dazu verpflichtet; kommt esaber jemals heraus, daß ich es war, der der Menschheitdiesen Dienst geleistet, so bin ich selbst für immer geopfertund verloren. Der Mönchsgeist hat tausend Mittel undWege, seine Opfer zu erhaschen, wo sie weder das Augedes Regenten, noch das Schwert der Gesetze erreichenkann. Ich bitte daher um Ew. Majestät AllerhöchstenSchutz und um Verschwiegenheit meines Namens!" Aberer ließ es bei dieser Anzeige nicht beenden, sondern ar-beitete auch einen Entwurf aus, über Verbesserung der