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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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Decke der Dummheit ein, die mir als Mönch bis zurhöchsten Täuschung gut läßt. Ich ließ ihn blos maschinen-mäßige Thätigkeit sehen, und so war ich gleich sein Mann,ohne daß er sich bewußt werden konnte, daß er derMeinige sei. Ich lasse mich von ihm unterrichten, foppen,hudeln und aussilzen, alles mit der Gutmüthigkeit einesdummen Schaafes, und er läßt sich daher von mir lenkenwohin sch will, ganz'mit der Unwissenheit eines in sich selbstverliebten Egoisten." Wir sehen also klar, wie in dieserZeit in Feßlern das Kirchliche und Klösterliche mit dem ächtMenschlichen rang; wir sehen, wie sein Streben nachAufklärung immer gewaltiger wird, wie die Moral feinHerz einnimmt, und ihr reines Licht selbst sein religiösesLeben inniger macht, wie er des Mönchsleben überdrüssigist und die ihm angelegten Fesseln auf jede Art sprengenmöchte, wie er aber bei all dieser maurerischen Vorbereitungdoch hie und da jesuitische Züge noch verräth. Nach solcherArbeit in der innern Loge, war er schon dicht an dieSchwellen der Freimaurerei gerathen; aber noch sollte ererst eine Probe ablegen, eh ihm das Heiligthum aufge-schlossen ward.

5. Kapitel.

Freimau rer-Thaten.

Im September 1781 war Feßler mit mehreren andernMönchen zur Vollendung des theologischen Cursus in dasKloster zu Wien versetzt worden. Sowohl der PrälatRautenstrauch als auch der Staatssekretär Molinari sorgtendafür, daß er in wichtige Verbindungen kam. Eben diese