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erfuhr, daß sein Gesuch um Aufnahme in den Ordenunter dem Vorwände seiner Jugend abgewiesen sei. Fortund fort beschäftigte ihn setzt der Gedanke, entweder inden Orden der Carmeliter oder in den Orden der Camal-dulenser Cremten zu treten, und gar mancherlei innereund äußere, körperliche und geistige Vorbereitungen wurdendazu getroffen. Obgleich aber der Ausgang seiner Kindheitauf seine Bestimmung als Klosterbruder entschieden hinzu-weisen schien, so hatte der allmächtige Lenker der Menschen-herzen und Schicksale andere Pläne mit ihm vor, die ernicht zu ahnen vermochte, die aber bald auch im Keimesich vorbereiten sollten.
3. Kapitel.
Nebel des Geistes. Maurerische Lichtstrahlen.
Bei einem Besuche, welchen Feßler seinem Verwandtenin Ofen, Georgius Kneidinger, abstattete, ward er mitden Ordensmännern des Kapuzinerklosters bekannt. Daseine Schwärmerei für Märthrerthum noch immer mächtigin ihm war, so zog ihn dieser Orden, welcher das Gelübdeder Armnth abgelegt hatte, unwiderstehlich an. Die MutterWilligtein sein Vorhaben ein, und so ward er am 9. Juli,17 Jahr alt, als Noviz unter dem Namen Fr. Junocentiusin dem Kloster Moor eingekleidet. Hier wurde sein leben-diger Trieb nach Gelehrsamkeit, sein bereits erlangtesvielseitiges Wissen, namentlich über die Mystik der Kirche,bald bekannt; aber ebenso trat seine Abneigung gegen diekleinlichen Klosterarbeiten, die ihn aus seinen Studien fortund fort herausrisfen, deutlich genug hervor. Pater Onesi-
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