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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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zwar zu Bekannten nach Preßburg, wo er in die poetischeClasse der Jesuitenschule versetzt wurde und das Heimwehsich mit eifrigem Lesen der Classiker vertrieb. Er ward daunter andern von Senecas Tragödien so begeistert, daßer selbst zur Abfassung eines Schauspiels Saul schritt,welches auch im Garten seines Kostherrn aufgeführt wurde.Schon früher hatte er sich als Schriftsteller versucht undsogar ein Gebetbuch verfaßt, welches aber gewiß ein Nach-klang der mütterlichen Gebete war und daher auch nichteine Bitte an die Mutter des Herrn oder an einenHeiligen enthielt. Schon im September 1771 holte dieMutter ihren Liebling nach Preßburg zurück, zog abererst in die Heimath mit ihm ein, nachdem sie Wallfahr-ten nach Maria-Thal und nach Schosberg gemachthatte. Nach Raab zurückgekehrt und in den Kreis seineralten Freunde wieder eingetreten, studirte er eifrigerals je wissenschaftliche und kirchliche Werke. Seineliebende Mutter sorgte dafür, daß er mit der Zeit wuchernlernte, und an ihrem Herzen war er so wohlgeborgen,daß weder Geistesträgheit, noch Unglaube, noch Fanatis-mus, noch Dunkel über ihn Hereinbrechen konnte. ImMai 1772 vollendete er sein 16. Jahr und nun sollteeine Aufgabe gleichsam den Schlußstein seiner Kinder-jahre bilden. Sein Lehrer Mancini übertrug ihm dieLobrede auf den heiligen Ignatius, welche nach Vorschriftalljährlich der beste Schüler vorzutragen hatte. Er er-langte mit seinem Vortrage lauten und reichen Beifall,und die Jesuiten ganz erfreut, eine tüchtige Kraft für denOrden aufsprossen zu sehen, lobten und ermunterten ihnzu weiterem Fleiße. Schon träumte seine Mutter davon,ihn als Mitglied der Gesellschaft Jesu zu sehen, als er