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Ignaz lebhaft in das Leben der christlichen Altväter hineinund grübelte darüber, wie er auch ihnen Nachfolgen könne.Als er einst die Bekehrungsgeschichte des heiligen Ignatiusvon Lojola las, der nach Monscrat wallfahrtete, dort seineWaffen aufhing, sich die Haare abschnitt und der heiligenJungfrau sich zum Ritter weihte, so ergriff den jungenEinsiedler Plötzlich den Drang, ähnliche Thaten auszufüh-ren. Er nahm die Scheere, schnitt sich aber nicht dieHaare ab, weil die von der Mutter zu sorgfältig gepflegtwurden, sondern die Augenbraunen und zwar bis zurvölligen Kahlheit; verwundete sich tief in den Finger, ver-schrieb sich mit dem Blute der göttlichen Mutter zu ewigemDienste und legte das Blatt mit den Reliquien der Augen-braunen unter das Marienbild ans dem Hausaltar. Ob-wohl dieser Act der Mutter gewaltigen Verdruß bereitete,verschonte sie ihr Söhnlein doch mit bittern Vorwürfen,und bereitete sogar im Stillen einen andern religiösen, ein-flußreichen Act für ihn vor. Kaum hatte er das siebenteJahr erreicht, so führte sie ihn zu ihrem Beichtvater, demJesuiten Jakowicsh, welcher ihn für den Genuß des heiligenAbendmahls vorbereitete und am Pfingstfeste ihn zur Com-mnnion annahm. Wie sehr die Mutter auch diesen Augen-blick für das religiöse Leben ihres Sohnes ausznbenteusuchte, geht aus folgender Stelle hervor. Feßler erzähltselbst: „Als wir von der Communion nach Hause kamen,erklärte mich die Mutter für würdig, in dem verschloßnenheiligen Bibelbuche zu lesen, doch immer nur wann undwas sie aufschlagen würde. Sie hieß mich vordem Hans-altar niederknieen, schlug die Bibel bei dem EvangelioJohannis auf und ließ sich das 14. und 17. Capitel vonmir lesen. Ihre Erklärung einiger Stellen, und die Be-