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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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nichts zu sagen als:Mein Vater! Mein Vater!"Meine gute Tochter," rief der Geistliche,ich freuemich, daß ich Dich wieder in meinen Armen habe; Gottsei Dank, der Alles gut und herrlich gefügt hat." Jetztkamen auch Ehrenberg und Freudenbach an, und mit dergrößten Herzlichkeit empfing sie Reichmann.Ja Kinder,"sprach er,wir haben in diesem halben Jahre viel erlebt.Aber wohl uns, daß sich aller Kummer in Jubel ver-wandelt hat. Die Bosheit und Heuchelei sind überwundenund vernichtet."

Die Liebe hat gesiegt!" rief Onkel Freudenbach.

Die Liebe hat gesiegt uud auch bekehrt!" setzte derwürdige Geistliche hinzu,ich bin Freimaurer!"

Bei diesen Worten legte er seinen bis oben hinaufzugeknöpften Rock auseinander, ein blaues Band mit einemmaurerischcn Symbol ward sichtbar, und innig bewegtrief er aus:Komm an mein Herz, mein Bruder, meinSohn, meine Schwester, meine Tochter: o diese Armesind nicht mehr fähig zu verdammen, sondern nur zuumschließen." Diesen Augenblick zu beschreiben, vermagkeine Feder. Wenn auf dieser Erde es wahrhaft seligeAugenblicke giebt, so genossen diese Guten einen solchen.Freudenbach war ebenfalls Maurer geworden, hatte aberNichts von Reichmanns Aufnahme gewußt, weil sie in ver-schiedenen Logen ausgenommen waren. Wie viele Maledrückten Ehrenberg und Freudenbach ihrem neuen Bundes-genossen die Hand, und er hatte überhaupt an diesemTage Stürme von Liebkosungen auszuhalten. Clara gingmit ihrem Bräutigam in das Gärtchen hinaus. Sie be-grüßten hier jedes Blümchen einzeln, und jeder Baumwurde wie ein alter Bekannter beschaut und gleichsam nach

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