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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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aber die Liebe zum Vater verlangte es, seinen Wunschrecht schnell zu erfüllen.

13. Kapitel.

Abreise und Empfang.

Ein reizender Sommermorgen war angebrochen; dieVögel wetteiferten bereits im Gesänge, und die Strahlender Sonne erleuchteten freundlich die Gipfel der Berge.Da rollte eine Kutsche auf der Straße dahin mit dreiheitern Menschen. Es war unser Brautpaar und derPastor Freudenbach. Clara sah öfters znm Wagen hinaus,um Abschied von der Gegend zu nehmen. Eine unbeschreib-liche Wonne erfüllte ibr Herz. Sie sollte ja als glücklicheBraut nun wieder einziehen in die Heimath, welche ihrvoch über Alles theuer geblieben war. Es ist eine be-kannte Erscheinung, daß große, innige, überwältigendeGefühle die Menschen still machen. So war es hier.Es traten öfters Pausen ein, in welchen wenig gesprochenwurde, in welchen nur die beiden Liebenden sich innigdie Hand drückten. Nach einer mehrstündigen Fahrt kamensie endlich in N. an. Der Pastor Reichmann hatte einenrecht herzlichen Empfang vorbereitet. Im Hause warenBlumen gestreut; vor der Thür war eine Ehrenpforte undin dem großen Zimmer des Pfarrhauses hingen Kränzeüber Kränze mit dem Buchstaben C. und H. Reichmannhatte schon manchmal die Straße dahin geschaut. End-lich kam der ersehnte Wagen au. Clara konnte nichtdarin bleiben. Sie stieg aus und lief ihrem Vater ent-gegen. Sie fiel ihm um den Hals, aber sie vermochte