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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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seinem Befinden gefragt. Gefühlvolle treten mit der Naturin eine Verbindung, von welcher sich der kalte mechanischlebende Mensch keinen Begriff zu machen versieht. Währenddie Liebenden sich draußen an der Natur erfreuten, saßendie beiden wahrhaft ehrwürdigen Geistlichen im Stübchenund unterhielten sich in traulicher Weise. Reichmann er-zählte Freudenbach, wie er durch dessen Gespräch, fernerdurch eine Predigt, die er über den Text:Es werdennicht alle rc." gehalten habe, endlich durch einen Blick indas edle, wahrhaft christliche Herz seines Schwiegersohnes,mit den Gedanken, Maurer zu werden, vertraut gewordenwäre. Aber eben so habe nicht wenig die NiederträchtigkeitSchleichers, die ihm einen Abscheu vor allem pietistischenTreiben beigebracht habe, dazu beigetragen, seinen Entschlußauszusühren.Habe ich Dir nicht gesagt," rief Freudenbach,daß Du mit Deiner Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit schonan den Schwellen der Maurerei wärest. Alle großdenkendeMenschen haben von jeher einen Zug nach der Freimaurereigehabt. Es waren bei Dir nur einzelne Vorurtheile da,die Dir eine so große Abneigung vor derselben beibrachten.Die Vorurtheile sielen, und Dein Herz wird jetzt so be-geistert dafür schlagen, wie es früher dagegen schlug."

O, ich habe den besten Willen, ich möchte gern demBunde recht viel nützen; ich sehe jetzt Wohl ein, daß dieMaurerei berufen ist, die Menschen mehr und mehr demIdeale ihres Schöpfers entgegen zu führen. Aber ich binschon alt, meine Kräfte wanken."

So denke nicht, lieber Bruder! Sieh, auch ich binkein Jüngling mehr. Aber schon dadurch, daß wir beige-treten sind, haben wir dem Bunde genützt. Die Leutesehen, daß der Bund gewiß etwas Großes sein muß, da