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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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Ehrenberg in die Arme und rief laut:Dank dem Him-mel, der Vater willigt ein, unser Wunsch ist erhört."-Jetzt las auch Ehrenberg und erfuhr zu seiner Freude denWunsch Reichmann's, daß er zugleich mit Clara zu ihmkommen möge und daß die Hochzeit schon zum Johannis-feste stattfinden solle. Wer noch nie einen Menschen ge-sehen hat, dessen Herz lange gefesselt, gefoltert, geknicktwar, und der plötzlich alle diese Fesseln, Foltern undBedrückungen fallen sieht, der kann sich die Freude unsererClara nicht denken. Sie fiel bald dem Bräutigam, balddem guten Onkel um den Hals, und jauchzte und jubeltevor Freuden. In der That verdankte sie dem guten Onkelnicht wenig. Er hatte ihrem Vater mildere Ansichten überFreimaurerei beigebracht und er hatte ja auch der unglück-lichen Braut ein Asyl gewährt, welches ihr manches Glückgeboten hatte.

Seht, Kinder," sprach Freudenbach,so gelangtder Mensch oft durch ein Labyrinth von Fügungen dochnoch ans Ziel seiner Wünsche, wenn dieselben nicht gegendie Pläne der Vorsicht sind, und wenn der Mensch Harrenund Hoffen nicht aufgiebt."

Alle drei wandelten zurück in das Pfarrhaus. Schonzwei Tage darauf sollte die Abreise geschehen. OnkelFreudenbach wollte die Liebenden begleiten und sie demVater in die Arme führen. Manch heitrer Augenblickward indeß noch verlebt; die schöne Natur hatte sichfür die glücklichen Brautleute in ein Paradies umge-wandelt; stundenlang wandelten sie in den Promenadenumher. Wenn gute Menschen glücklich sind, dann istdie Erde ein Himmel. Wohl wünschte die Familie Freu-denbachs d'e Glücklichen noch länger bei sich zu haben,

Pilz, Maurerische Blüthen. 8