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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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Urtheil über mich; vielleicht giebt er zuletzt DeinenWünschen nach!"

Ach so sehr ich meinen Vater liebe, so schwer fälltes mir, in die Heimath zurückzukehren, wenn ich dortohne Dich sein soll. Hier sehen wir uns doch wöchent-lich einmal, dort müßten wir wieder die Augenblicke zumWiedersehen stehlen, und uns vor den Augen der Welt soviel als möglich verbergen."

So viel ich gehört habe, ist Schleicher entlarvt alsSchurke. Er hat die Briefe gegen mich geschrieben!"

O der Schändliche! aber dacht ich's doch; immergraute mir vor ihm; immer hielt ich ihn für den Geierin meinem Traume."

Mein guter Ruf ist in den Augen Deines theuernVaters und in den Augen der Welt gerettet, und ich habejetzt weit mehr als sonst Hoffnung und Vertrauen zuunserm Geschick. Und das mußt auch Du, meine Liebe;Du mußt nicht Grillen und Sorgen nachhängen, Dumußt Dich frei machen von aller Verzagtheit und Nieder-geschlagenheit."

Das will ich auch. Bin ich doch die Braut einesFreimaurers und die darf nicht verzagen."

Wer will verzagen? Niemand soll verzagen!" ließsich jetzt eine Stimme nicht weit vom Sorgenstuhl hören.Die beiden Liebenden fuhren auf und entdeckten den gutenOnkel Freudenbach.Nehmt mirs nicht übel, Kinder,"sprach er,wenn ich Euch störe. Aber ich bringe Euchvom Vater einen Brief, welchen ich Euch gleich überreichenwollte. Lies ihn aufmerksam durch Clara!" Mit zit-ternder Hand erfaßte Clara den Brief und laß. Plötzlichlegte sie denselben hin, flog mit freudestrahlendem Gesichte