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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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zunehmen, sie vor List und Tücke der Welt zu bewahrenund sie etwas ordentliches lernen zu lassen. Wir begehrenkeinen Dank, als den, daß Sie fortfahren, der Welt einExempel weiblicher und mütterlicher Tugend zu geben.Möge der Allmächtige Ihnen helfen und unsre kleineSorge für Sie segnen. Die Freunde der Menschheit."Die gute Witwe war außer sich. Die letzten Worte hattesie halb laut für sich hin gelesen und das Gesicht Schleichershatte sich dabei oft verwandelt.

Er ahnte, wo der Brief herkam.O Gott sei Dank,"rief die Witwe aus,jetzt bin ich gerettet mit meinenKindern; aber sagen Sie mir, wer sind dieEngel, die sichmeiner in so freundlicher Weise annehmen?"Es sind nurMenschen," sagte der Ueberbringer des Schreibens lächelnd,und Freunde der Menschheit, wie Sie gelesen haben.Mehr können Sie vor der Hand nicht erfahren."Frei-maurer sinds," rief plötzlich Schleicher,und wenn Siedas Geld nehmen, so fahren Sie zur Hölle mit diesenTeufeln!" Der Bote warf ihm einen halb mitleidigen,halb verächtlichen Blick zu, und wandte sich mit denWorten zur Witwe:Gehört dieser Herr zu IhrenFreunden?" Die Witwe wurde verlegen, unruhig; endlichmachte sie sich Luft und sagte:Der Herr hat uns zwarmanche Wohlthat erwiesen, aber es ist mir immer un-heimlich in seiner Gesellschaft gewesen; er ist sehr oft dieFreundlichkeit selbst, aber ich habe auch gesehen, wie bos-haft er sein kann. Und ehe Sie kamen, wollte er michund meine Kinder durchaus zu Lügnern machen. Ja,"fuhr sie etwas hitzig fort,Herr Schleicher, es liegt mirNichts an Ihrer Freundschaft; ich begehre auch Ihre Für-sprache, Ihre Wohlthätigkeit nicht mehr, ja, ich verbiete