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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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nicht," rief die Braut lauter. „Das könnte den Vatererschrecken und ihn zu sehr erschüttern. Nein, lieber willich mich zu Tode grämen."

„Da laß mich nur sorgen, mein Engel! Wir wollenihm die Angst gar bald nehmen. Das, was Du thust, istnur ein Nothschrei Deiner Seele, und Deine That wirdselbst der Himmel nicht verdammen."

„Aber wohin, mein Theurer?"

„Das wird sich finden, es giebt noch Plätze in derWelt, wo der Kummer Theilnahme findet, und wo dieTugend sicher ist."

„Aber ich kanns nicht, wenn ich mir denke, was derVater — o Gott! da kommt der Vater! der Vater! Eile,eile, daß er Dich nicht sieht!"

Wirklich ließ sich am äußersten Ende des Friedhofseine dunkle Gestalt mit einer Laterne sehen. Der Mondhatte sich verkrochen und es war dunkel geworden. Ehren-berg stieg über die Mauer. Clara ging langsam ihremVater entgegen.

„Um Gotteswillen," rief Reichmann, als er seineTochter erkannte, „bist Du von Sinnen, daß Du Dichum diese Zeit hierher schleichst; oder hast Du vielleichtgar gegen meinen Willen hier Zusammenkünfte?"

„Ich war am Grabe der Mutter!"

„Geweint hast Du auch wieder."

„Thränen erleichtern mir das Herz!"

„Wenn Du lieber Verstand brauchtest, der würde Dirdas Herz noch mehr erleichtern. Mit Deinem unnützenGram und mit Deinem melancholischen Wesen wirst DuDich noch krank machen. — Daß ich Dich nie wieder hier