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deshalb hat ihm der Vater die Verbindung mit mir auf-gesagt, und ihm das Haus verboten. Freilich haben wirauch Briefe bekommen, worin mein Hermann als ein ge-meiner unmoralischer Mensch geschildert wird; aber werweiß, wer die geschrieben hat. Ich glaube nicht daran."
„Ich auch nicht," sprach der Onkel; und setzte hinzu:„Sei ohne Sorgen; was die Freimaurerei anlangt, willich dem Vater seine Vorurtheile schon nehmen." Kaumhatte er den alten Geistlichen gegrüßt und sich auf demalterthümlichen Sopha niedergelassen, als er sogleich aufein Gespräch über Maurerei sich einließ. „Was aberin aller Welt hast Du nur gegen die Freimaurer, lieberAmtsbruder? "
„Ich kann ihr ganzes geheimes Wesen nicht leiden;und ich bin der Meinung, wäre etwas Gutes an ihrerSache, so würden sie sich damit nicht verkriechen. Wer mirso geheim thut, ist mir unheimlich. Ich liebe Offenheit,und Ehrenberg kann deswegen nie mein Schwiegersohnwerden, und wenn Ihr Euch alle auf den Kopf stellt."
„Nun lieber Freund, was die Freimaurer eigentlichtreiben, kannst Du jederzeit sehen. Ich bin keiner; aberich habe genug erfahren von ihnen. Sieh, als ich inunsrer Universitätsstadt studirte, da wurde ich an einenMann empfohlen, der meinen Vater gekannt hatte. Ichging mit meiner Empfehlung hin, und fand einen zweitenVater. Er that Alles, was er thun konnte, für mich,und ich sah, daß ich durch ihn täglich mehr Freunde fand.Der Mann war Katholik; aber er war Freimaurer undsorgte für seinen protestantischen Freund mit großer Treue."
„Das, was Du da sagst, thut jeder gute Mensch!"
„Jeder? Du erlaubst mir ein wenig daran zu zweifeln!"