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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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Ehen im Himmel geschlossen werden. Daher dürfen Men-schen nie sich einmischen in dieselben. Ich habe DeineLiebe, Väterchen, so lange und so reich genossen, Duwirst mich jetzt, wo es sich um mein ganzes Lebens-glück handelt, nicht unglücklich machen wollen!" Siestreichelte ihm die Backen, und hatte einen Arm auf seineSchulter gelegt.

Ich mache Dich nicht unglücklich; Du Dich selbst.Ehrenberg kannst und darfst Du nicht heirathen; wennDu die Gelegenheit, eine Verbindung mit Schleicher ein-zugehen fahren läßt; wer weiß, ob sich wieder sobaldJemand findet. Und nun denke an das Gerede der Leute.Du weißt, daß Du gestern in einer Gesellschaft als Frei-maurerbraut erwähnt worden bist. Wer weiß, was manda zusammengeklatscht hat. Mache diesem Gerede ein Endeund heirathe Schleicher."

Nein Vater," rief die Tochter, indem sie einen Schrittvon ihrem Vater weg trat;das geschieht nie, nie! Ja, ichbin eine Freimaurerbraut, und als solche habe ich Treuegeschworen, und ich will sie halten; nicht einen einzigenAugenblick soll mir das Bild Ehrenbergs getrübt werden,weil ich ihn noch für einen braven lieben Mann halte.Lieber will ich auch zeitlebens die Maurerbraut bleiben,als diesen Süßling Schleicher heirathen, in dessen Nähemir nicht Wohl wird."

Es scheint mir wahrlich, als habe Dir der gute Herrden Kopf schon verdreht. Du hast als Freimaurerbrautgeschworen. Sieh einmal an, am Ende bist Du gar schonhinter die Geheimnisse dieser Leute gedrungen, am Endehaben sie Deine Seele auch schon gekapert. Clara, Clara,Du bereitest mir ein bitteres Aergcrniß!"