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auch einmal darin zu scheu. Sie würde da bald denrechten himmlischen Trost finden, der allein in der Gemein-schaft der Frommen zu erlangen ist."
„Conventikel liebe ich nicht!" sprach plötzlich entschiedender ehrliche Pastor, „sie sind Heuchlerschulen; und dassage ich Ihnen offen, wenn ich keine andere Wahl habe,als die zwischen einen Freimaurer und einem Conventikel-jünger, so greife ich nach dem Ersten. Der Himmel be-wahre mich aber vor allen Beiden. Sie nehmen mir dasnicht übel, Sie sind kein solcher Jünger, wenn Sie auchdann und wann in die Betstunde gehen."
„Nun ich hoffe," sprach der Fromme noch beim Fort-gehen, indem er die Augen etwas verdrehte, „daß derHimmel Alles zum Besten lenken wird mit Ihrer liebenTochter." Er drückte dabei lebhaft die Hand des Geist-lichen, der ihn aber ziemlich kalt entließ.
5. Kapitel.
Die Freimanrerbraut.
Nachdem sich nun der Fromme verabschiedet hatte, trugClara das Abendessen auf. Es wurde still verzehrt. Nachder Mahlzeit nahm der Vater das Wort und begann:
„Meine gute Clara, mache mir das Herz nicht soschwer, vergiß Deinen Bräutigam und sei wieder heiter!"
„Wie könnte ich das, guter Vater. Glaube doch nicht,daß zwei Seelen, die einmal recht zusammenschlugen, soleicht sich wieder trennen. Und wenn er wirklich so schlechtwäre, wie er von einigen Seiten geschildert wird, so