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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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Er ist Freimaurer!" sprach der Pastor weiter.

Herr Gott, das wird doch nicht sein!"

Ja, ja, ich habe hier einen Brief erhalten, worin ich vorihm gewarnt werde. Es heißt hier, er sei ein Ungläubiger,ein Spötter, und auch sein Lebenswandel wird angetastet.

Nun da Sie mir das selbst sagen, so muß ich aller-dings hinzufügen, daß ich manchmal habe böse Dinge vonihm reden hören. Er ist sehr viel in armen Häusern,curirt wohl da auch junge Frauen und Mädchen, undwenn sie hübsch sind, da ist er außerordentlich sorgfältigin seiner Behandlung. Man erzählt sich nun gar Mancher-lei von der Dankbarkeit dieser Leute, und man munkelt,daß er es mit der Sittlichkeit des sechsten Gebotes nichtgerade sehr genau nehme."

Nun ist denn das aber auch wahr? Es wird oftviele Schmach auf den guten Ruf eines Mannes gehäuft."

Ich war vor 14 Tagen in der Betstunde im Nachbar-dorfe, da erzählte es auch der liebe Pastor Lammberg, derdoch sonst nicht gern Jemanden etwas nachsagt."

Also auch der sprach davon. O Gott, warum mußtemir und meiner Tochter das geschehen!"

Fräulein Clara war recht still heute. Eine Brautmuß aberheiter sein. Sie weiß es gewiß auch schon, daßder Bräutigam ein Freimaurer ist. Doch sollte sie sich diesnicht so sehr zu Herzen gehen lassen; es findet sich wohlbald ein neuer Freund für sie, dem sie mit gutem Gewissenihre Hand reichen kann."

Ach schweigen wir davon," sprach der Prediger.

Nun," sagte der Beamte schon im Aufstehen,ichwerde in einiger Zeit wieder in die Betstunde gehen; viel-leicht könnte ich die Freude haben, Ihre liebe Tochter