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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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daß er nicht einmal unwillig ward, als man verschlug,nach dem Mahle ein Tänzchen zu machen. Er war einFeind des Tanzes und der Tanzmusik und nannte die,welche zum Tanz aufspielten, des Teufels Lockvögel. Aberals ihm heute die Braut das Kinn streichelte und gar sozärtlich rief:Nicht war, Väterchen, eine Braut darfauch einmal tanzen?" da rief er:Nun ja Kinder, wennseinmal nicht anders geht! Aber verhängt mir die Fenster,daß man es draußen nicht sehen kann; denn was müßtemeine Gemeinde sagen, wenn sie sähe, daß in meinemHause getanzt würde. Sie würden dann das alte böseSprüchwort auch auf mich anwenden:Richtet euch nachden Worten, aber nicht nach den Thaten!" Bald flogendie Tänzer lustig im Pfarrstübchen dahin, und selbst deralte geistliche Herr schien sein Mißfallen heute am Tanzeneingebüßt zu haben, denn er schaute wohlgefällig zu, undhatte nichts dawider, als der Schluß der Freude etwasweiter hinausgeschoben wurde. In einer kleinen Pausewar die Braut ins Nebenzimmer gegangen, um sich etwaszu erholen. Sie kam leichenblaß zurück.Was giebtsdenn?" fragte der besorgte Vater,Du siehst mir ja ganzerschrocken aus."Nichts Väterchen, nichts!" antwortetedie Braut und setzte sich auf einen Stuhl. Aber nunkamen auch die Gäste und fragten besorgt, ob ihr nichtwohl sei, und um das Fragen los zu werden, erzählte siedie Ursache ihrer Verstimmung.Denkt nur," sprach sie,da drüben in dem Zimmer meines Vaters ist das Christns-bild von der Wand herunter gefallen; seid ruhig und laßtmeinen Vater ja nichts wissen, der sieht dies gleich alsein böses Zeichen an!" Aber es wurde geplaudert undgeplaudert und bald wandelte der Geistliche hinüber, um