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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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setzte mich rasch an seine Seite und forschte nun nachseinem Befinden. Er fühlte sich zu meiner Freude heutum vieles wohler als sonst, und es ist endlich Hoffnungvorhanden, daß er wieder genesen wird. Wenn ich insHaus der Armuth meine Hülfe bringen kann, so fühle ichmich unendlich glücklich, und wenn ich Hoffnungen dorterblühen sehe, so weide ich mich mehr daran, als an allemGlück der reichen Welt."Du gute Seele!" rief dieBraut,wenn ich kann, begleite ich Dich, wann Duwieder einmal Deinen Kranken besuchst. Die Braut einesArztes muß es lernen, für die Menschheit zu fühlen undOpfer zu bringen." Der Arzt drückte die Hand seinertheuren Clara, und Arm in Arm wandelten sie hinein indas freundliche Pfarrhaus. Da drinnen sähe es in demeinen Zimmer schon recht festlich aus. Eine lange Tafelstand da, geziert mit Blumenstöcken und Blumensträußenaller Art; in der Mitte blinkende Weinflaschen, die zumGenuß einluden. Einige Stühle waren bekränzt und ander Wand befand sich eine erleuchtete Schrift:Gott, derVater der Liebe, segne unsre frohe Stunde." MehrereFreunde hatten sich auch schon eingefunden, und bald nahmdas kleine Fest seinen Anfang. Der Geistliche ergriff zu-erst das Wort, als alle Anwesenden ihre Plätze eingenom-men hatten. Er begrüßte die Versammelten noch einmalund wandte sich dann au die beiden Brautleute. Nachdemer ihnen in freundlichen Worten Glück gewünscht und sieauf die wichtige Bedeutung der Verlobung hingewiesen,ließ er sie Ringe wechseln, und sprach dann die herzlich-sten Segenswünsche über sie aus. Das Mahl begann undviele heitre Trinksprüche reizten dabei die Lachmuskeln so,daß selbst der alte Pastor ungemein heiter wurde, so heiter