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sahen die Straße entlang, welche nach dem Städtchenführte. „Ein Arzt," fuhr der Vater fort, „kann seltenZeit und Stunde bestimmen; seine Zeit gehört der leiden-den Menschheit, und diese kann ihn jeden Augenblick rufen.Wohl sagte er, daß er spätestens um 7 Uhr hier seinwerde, aber er kann um diese Zeit gerade zur Rettungeines Menschen gerufen werden und muß also später er-scheinen. Sei deshalb ruhig, meine gute Tochter; wenner als Bräutigam von rettender und helfender That zuuns kommt, so muß er uns noch lieber und theurer sein,denn" — „ „ Ach, da kommt er," " fiel plötzlich die Toch-ter dem Vater ins Wort. „„Siehst du ihn nicht inder Nähe der zweiten Pappel? Ja er ists, ich erkenneihn an seinem eiligen Gange."" „Du hast Recht, meinKind," sprach der Vater, welcher durch ein Augenglasden nahenden Bräutigam auch erkannt hatte; „ich willhineingehen, um noch einige Vorbereitungen zu treffen;erwarte Du ihn hier!" Bald kam der Geliebte dieStufen am Psarrhause herauf, flog in die Arme seinerBraut und grüßte sie mit einem zärtlichen Kusse. „Ei,ei warum so spät," rief sie schelmisch nach Erwiederungdes Grußes, „ wir glaubten schon, Du würdest durch einenUnfall abgehalten zu kommen." „Verzeihe liebes Herz,daß ich nicht eher kam. Du weißt ja, daß ich sonst nichtzeitig genug in Deine Arme eilen kann. Sieh, da habeich einen Kranken im letzten Hause unsres Städtchens.Es ist ein armer alter Mann, der lange schon am TeicheBethesda gelegen hat. Ihn wollte ich erst noch einmalbesuchen, ehe ich zum Feste meiner Liebe ging. Wie freuteer sich, als er mich sah; er wollte aufstehen und mirentgegen kommen; ich ließ es aber nicht zu, sondern