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aus ihrem Schooße gesessen und für den sie manchenSeufzer zu Gott geschickt batte. Bald sollte sie es abererfahren und mit ihr das ganze Dorf.
14. Kapitel.
Entdeckung.
Als ohngefähr ein und ein halbes Jahr nach demEinzuge des neuen Gutsherrn das Todteufest gefeiert wurde,so fand nach dem Gottesdienste eine eigenthümliche Feierauf dem Kirchhofe statt. An dem Plätzchen, wo man denMüller Trautmann versenkt hatte, stand ein wunderschönesDenkmal mit goldner Schrift. Eine Menge Menschenhatten sich dort gleich nach der Kirche versammelt, undwußten nicht, wie sie das Denkmal anstaunen sollten,zumal da man sich nicht denken konnte, wer es habe setzenlassen. Da erschienen 12 Männer feierlich gekleidet. Siekamen aus der Kirche, an ihrer Spitze gingen der Guts-herr und der Geistliche. Als sie an dem Denkmal ange-kommen waren, ertönte ein erhebender Gesang. Hieraustrat der Gutsherr auf eine Erhöhung, daß ihn jedermannsehen konnte, und sprach folgende Worte: „Eine der erstenund schönsten Pflichten eines Kindes ist Dankbarkeit. Ichwill sie üben gegen den, der da unten unterm Hügelschläft, es ist mein theurer Vater!" „Sein Vater?Sein Vater!?" hörte man leise flüstern. Der Guts-herr trocknete sich eine Thräne ab und fuhr fort: „Jahört es hier an heilger Stätte, ich bin das verstoßeneKind des Freimaurers, ich bin Heinrich Trautmann."Er sprach diese Worte laut und ein gewisses Entsetzen be-