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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
Entstehung
Seite
56
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mächtigte sich der Versammlung.Gedenket aber nicht»daß ich heut von dem Unrecht reden will, daß ich erlitten;dasselbe ist vergessen und der ewge Weltenmeister hat es»wie ihr seht, zum Besten gelenkt. Nur von meinemVater will ich reden. Er war, das müßt Ihr alle ge-stehen, ein Mann voll Lieb und Güte; durch falsche, leicht-sinnige Zungen hat er an seinem Ruf gelitten; um seinemNamen hier wieder Ehre zu machen, bin ich zu euch ge»kommen; und um ihn selbst zu ehren, habe ich diesesDenkmal setzen lassen. Du aber, verklärter Vater imJenseits, möchtest Du herniederschauen können auf dieDankbarkeit Deines Kindes, und mag Dein Geist mirauch ferner hin nahe sein und mich leiten!"Das istGottes Finger!" riesen dabei Einzelne aus der Versamm-lung.Ja Wohl ist es Gottes Hand, die sich hier zeigt!"so ergriff der junge Geistliche das Wort.Gott hat ein-mal wieder die Lug- und Truggespinnste der Menschenzu Nichte gemacht, er hat gezeigt, daß er auf wunder-barem Wege die Verlassenen retten und zu Ehren undGlück bringen kann. Meine Lieben, wir wollen bei diesemDenkmal heute nicht nur an den Tod und an unsereVorbereitung auf denselben, sondern auch daran denken,daß der Aberglaube das Verderben der Menschen ist, daßaber Wahrheit und Liebe die Welt schützen und retten."Nachdem er hierauf das Denkmal nach christlicher Weisegeweiht hatte, wurde noch ein Vers gesungen und dieVersammlung ging auseinander. Aber es wurde nunwochenlang noch von dem wiedergekommenen Kinde desFreimaurers gesprochen, das im wahren Sinne des Wortesder Engel seiner Heimath wurde.